Inhaltsangabe

Quelle: www.reclam.de

Das Werk "Datterich" von Ernst Elias Niebergall, welches 1841 erschien, handelt von einem trinkfreudigen Particulier (Privatmann), der sich als Schnorrer durch das Leben schlägt, nachdem er wegen Trunkenheit als Finanzbeamter entlassen wurde. Er ist stets auf der Suche nach Mitmenschen, die ihm behilflich sind, sein Trinkbedürfnis zu finanzieren. Er besitzt genug Raffinesse, um seine Mitmenschen so zu manipulieren, dass diese ihm Runde für Runde einen Schoppen ausgeben.

In seiner Stammwirtschaft trifft der Datterich auf den leichtgläubigen  Drehergesellen Schmidt, welchem er vorspielt, ein einflussreicher Mann zu sein, um sich von ihm sein Weinvergnügen bezahlen zu lassen, denn "den kennt mer vielleicht melke, er hot so en gutmihdige Zug um die Noos erum." (Niebergall: "Der Datterich im Darmstädter Biedermeier", 1975, S.28). Da Schmidt bereits lange darauf wartet, von der Stadt als Meister anerkannt zu werden, ist dieser sehr erfreut, Datterichs Bekanntschaft zu machen. Nur so wird es ihm möglich sein, die Tochter seines Ausbilders, Marie Dummbach, zu heiraten.

Zur Empörung der Familie Dummbach schließt Schmidt sich Datterich an und zieht mit ihm umher, wobei er auch für dessen Getränke zahlt. Um Schmidt noch mehr an sich zu binden, versucht Datterich, ihn von Marie zu trennen und mit Evchen zu verkuppeln.

Ein Liebesbrief, von Datterich diktiert, soll Evchen in den Herrngarten locken. Evchen schickt allerdings an ihrer Stelle Freundin Marie, die sich verkleidet zum vereinbarten Treffpunkt begibt. Marie gibt sich zu einem späteren Zeitpunkt in der Szene zu erkennen. Daraufhin bereut Schmidt den Verrat an Marie und ihrer Familie und bricht mit dem Datterich, woraufhin sie im Streit auseinandergehen.

Das Scheitern der bis dahin erfolgreichen Farce beginnt. Datterich wird zudem vom Schuhmachermeister Bengler verprügelt, welchem er seit langer Zeit Geld schuldet. Dass Datterich von der Familie Dummbach verstoßen wird, stellt den Höhepunkt des Scheiterns dar. Schmidt wird von der Stadt als Meister und von Familie Dummbach als Schwiegersohn aufgenommen. Als Datterich die Familie Dummbach-Schmidt besuchen möchte, wird er von diesen hinausgeworfen. Unbeeindruckt und mit theatralischen Abgang verabschiedet sich der Datterich, woraufhin er aufgrund seines "speziellen" Charakters bereits wieder vermisst wird.

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